Die mongolische Rennmaus

Die mongolische Rennmaus wird als Haustier immer beliebter.

Sie ist sehr gesellig, ist sowohl am Tag als auch nachts aktiv. Schlafphasen von etwa drei bis vier Stunden wechseln sich mit Wachphasen ab, so ist die Beobachtung der Tiere für jeden Lebensrhythmus interessant.

Die natürliche Färbung der quirligen Tiere nennt man agouti. Einen Vertreter dieser Wildfärbung sieht man auf diesem Bild.

Auf Grund von Zucht auf unterschiedliche Farben kann man heute Mäuse in über 70 Farben bekommen. Jedoch führen einige Farben zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei dem Tier selbst oder bei dessen Nachwuchs.

Allgemeines

Mongolische Rennmäuse sollten mindestens zu zweit gehalten werden, da der soziale Kontakt zu Artgenossen für sie sehr wichtig ist.

Gruppen von drei oder mehr Tieren können bei Mäusen, die in den ersten Lebenswochen nicht ausreichend sozialisiert wurden, zu Streitigkeiten führen, die nicht selten mit Bisswunden und der Trennung der Gruppe enden. Bei blutigen Auseinandersetzungen sollte man als Halter eingreifen, da am Ende sonst ein Tier getötet werden könnte, da es ja nicht ausweichen kann.

 

Um ungewollten Nachwuchs zu verhindern sollte man immer gleichgeschlechtliche Gruppen halten.

An dieser Stelle ein Hinweis: Eine unüberlegte Verpaarung von Tieren, deren genaue Herkunft, genetische Erbanlage und Prägung in den ersten Lebenswochen unbekannt ist, kann zu gesundheitlichen Schäden bei den Folgegenerationen führen. Hier sollte man zum Wohl der Tiere auf das Erlebnis "einmal Rennmausbabies aufwachsen zu sehen" verzichten. Auch wenn die Elterntiere keine Anzeichen von Erbkrankheiten zeigen, können sie dennoch Träger sein. Auch können bei der Kombination bestimmter Farben oder Scheckungen Probleme während der Trächtigkeit oder aber geschädigte Jungtiere auftreten.

 

Einrichtung des Geheges

Mongolische Rennmäuse graben gerne und bauen sich Nester. Außerdem wird alles, was sich im Gehege befindet angeknabbert, daher hat Plastik oder behandeltes Holz im Nagerheim nichts verloren. Zur Fellpflege wälzen sich die Renner gerne im Sand. Darauf sollte man bei der Auswahl des Geheges und der Einrichtung achten.

Bei der Wahl des Standortes ist zu beachten, dass eine Raumtemperatur von 19 bis 24 Grad ganzjährig vorhanden ist, Schlafzimmer ungeeignet sind, da die Mäuse auch nachts aktiv sind, und ein zu hoher Geräuschpegel zu Stress bei den Tieren führt. Auch ein Fensterplatz im direkten Sonnenlicht ist ungeeignet, da die Mäuse einer Überhitzung nicht ausweichen können.

 

Hier ein Beispiel für das erste Rennerheim (für 2 Wüstenrennmäuse):

1 Aquarium (Mindestmaß: 100 cm lang, 40 cm breit, 40 cm hoch)

1 Deckel für das Aquarium mit feinem Maschendraht (verhindert Ausbrechen und sorgt für gute Belüftung)

min. 20 cm Einstreu (z. B. Hanfstreu, Kleintierstreu, Baumwollstreu)

1 Empore (an ein unbehandeltes Brett vier Holzlattenzuschnitte schrauben)

1 Wassernapf, 1 Futternapf

1 Sandbad (z. B. Miniaquarium, halbe Kokosnuss, Müslischale oder Bonbonglas gefüllt mit Chinchillasand)

Heu, Stroh und eine volle Rolle Toilettenpapier (nicht parfümiert) zum Nestbau

ungiftige, getrocknete Äste (z. B. von Apfel- oder Birnbaum, Birke, Haselnuss oder Hainbuche) als Klettermöglichkeit und zum Annagen

Wasser- und Futternapf sowie das Sandbad sollten auf der Empore deponiert werden, damit sie nicht zugebuddelt werden.

Ein Laufrad kann ebenfalls plaziert werden. Wichtig ist, dass der Durchmesser groß genug ist und die Gefahr sich den Schwanz oder die Pfoten einzuklemmen vermieden wird.

Als Alleinfutter eignet sich z. B. "Bunny Rennmaustraum", da hier auch alle wichtigen zusätzlichen Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung wie getrocknetes Gemüse und tierisches Eiweiß enthalten sind. Ein Zukauf von Ergänzungsfutter ist daher nicht notwendig, sodass auch der höhere Preis gerechtfertigt ist. Der Futternapf wird gesäubert und neu befüllt, wenn nur noch Schalen im Napf sind. So wird vermieden, dass sich die Mäuse nur das fetthaltige Futter raussuchen und Übergewicht bekommen.

Das Wasser sollte täglich ausgetauscht, die Empore und das Sandbad wöchentlich gereinigt werden. Ein Austausch des gesamten Einstreus ist alle 6 Wochen ausreichend.

 

Gehege für Fortgeschrittene und Bastler

Ihrer Kreativität sind bei der Einrichtung und der Wahl des Geheges keine Grenzen gesetzt, wenn Sie folgende Grundregeln beachten:

  • keinerlei Plastik oder behandeltes Holz
  • Rennmäuse können Höhen nicht abschätzen, daher sollte man eher in die Breite als in die Höhe gehen und Ebenen in max. 30 cm Abstand anbringen
  • um dem Bedürfnis nach Graben und Wühlen gerecht zu werden sollte die Einstreuhöhe mindestens 20 cm, besser 30 bis 40 cm betragen
  • Tonröhren oder Kokosnüsse können als Verstecke dienen
  • um ein Ausbrechen der Renner auf Grund der Fähigkeit zu hohen Sprüngen zu vermeiden, sollte das Gehege zu allen Seite geschlossen sein
  • die Belüftung des Geheges muss gewährleistet sein (aber kein Zug)
  • Einrichtung muss immer auf dem Gehegeboden oder gesichert auf einer Ebene stellen, damit sie beim Unterbuddeln nicht auf die Maus fallen oder sie unter sich begraben.

 

Neuanschaffung Kostenvergleich
Hier finden Sie eine Aufstellung der Kosten für die Erstanschaffung einer Gruppe mongolischer Rennmäuse. Sollten Links nicht mehr aktuell sein, informieren Sie uns bitte. Alle Angaben sind ohne Gewähr und stellen lediglich eine Empfehlung bzw. beispielhafte Ausstattung dar.
Neuanschaffung Rennmäuse Vergleich.pdf
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